Gevelinghausen

 

Lage:

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Gevelinghausen ist ein Stadtteil der Stadt Olsberg im Hochsauerlandkreis.

Es liegt an einem Sattel zwischen Elpetal im Westen und Ruhrtal im Osten.

Der Ort hat eine Höhe von etwa 380 bis 410 m und ist von Bergen mit einer Höhe von bis zu 730 m umgeben.

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GEVCAM:

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Schloss:

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Das von den Ritter von Gevelinghausen erbaute Schloss wurde 1299 erstmals urkundlich erwähnt. Der Graf von Arnsberg tauscht 1299 mit dem Mescheder Stift das Rittergut Gevelinghausen gegen das Rittergut Ostwig.

1796 erwarb Freiherr von Wendt-Papenhausen das Schloss. Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff weilte in den Jahren 1824 und 1831 als Gast im Schloss. 1872 wurde Conrad Freiherr von Wendt auf Schloss Gevelinghausen geboren. 1985 wurde das Anwesen aus wirtschaftlichen Gründen von der Familie von Wendt verkauft. In den folgenden Jahren verpachteten die neuen Besitzer das Schloss an die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, die hier ein Ausbildungszentrum einrichtete, es entstand auch ein Schlosshotel.

Ab 1371 war das Haus befestigt. Der große, mit Sandsteinplatten verkleidete Fachwerkbau wurde mit einem Mansardwalmdach gedeckt. Der dreigeschossige Mittelrisalit ist mit 1810 bezeichnet. Das Hauptgeschoss der turmartigen, quadratischen Eckbauten von 1810 wurde zierverschiefert. Auf dem vorgelagerten, weiten Wirtschaftshof steht ein zinnenbekrönter Torturm in der Portalachse. Süd- und Ostflügel wurden zum Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Hinter dem Herrenhaus ist ein kleiner Landschaftspark mit Teichen angelegt. Das südöstlich gelegene Verwalterhaus ist ein eingeschossiges Fachwerkhaus mit Mansardwalmdach, es wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet und zum Ende des 19. Jahrhunderts nach Westen erweitert.

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Schlosskirche St. Maria Magdalena

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Die katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude.

Im 17. Jahrhundert wurde die bereits 1543 vorhandene Schlosskapelle neu errichtet.

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Die ehemalige, direkt an der Schlosszufahrt des Schlosses Gevelinghausen, gelegene Schlosskapelle wurde 1544 erstmals urkundlich erwähnt. Der kleine neugotische Bruchsteinsaal mit polygonalem Chor schliesst dreiseitig. Der 1633 geweihte Vorgängerbau wurde 1879 von Arnold Güldenpfennig um die Ostteile erweitert. Das Langhaus wurde 1900 dreijochig ersetzt. Die Wände im rippengewölbten Inneren sind durch Bleiglasfenster der Firma Joseph Osterrath gegliedert.

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Ausstattung

* Eine gußeiserne Grabplatte mit der Relieffigur eines Ritters aus dem 16. Jahrhundert

* Ein Kruzifix aus der Zeit um 1900

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Einwohnerzahl:

Der Ort zählt etwa 620 Einwohner.

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Wappen:

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Geschichte:

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Der heutige Ort Gevelinghausen entstand aus einer Siedlung, die zum Gut und späteren Schloss Gevelinghausen gehörte.

Erstmals erwähnt wurde der Ort 1277. Im Jahr 1299 tauschte Graf Ludwig von Arnsberg Gevelinghausen mit Gut Ostwig, dass er von der Äbtissin des Stifts Meschede erhielt. Hermann III. von Gevelinghausen begab sich 1371 nach dem Übergang der Grafschaft Arnsberg an das Erzbistum Köln in den Schutz der Erzbischöfe.

Im Jahr 1562 wurde die Wassermühle in Gevelinghausen erstmals erwähnt. Die Schlosskapelle wurde 1543/44 erstmals genannt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das befestigte Gut kaum beschädigt, der Ort jedoch bis auf zwei Höfe vollständig zerstört.

Der Ort wurde etwa 1865 aus der Gemeinde Velmede ausgegliedert und somit eine eigenständige Gemeinde. 

Durch einen Zufallsfund wurde 1961 eine Bronzeamphore aus dem 8. Jahrhundert vor Christus entdeckt, die im 5. Jahrhundert vor Christus als Urne verwendet wurde.

Sie gilt als eines der bedeutendsten Bronzegefäße nördlich der Alpen. Das aufwendig restaurierte Original befindet sich heute im LWL-Museum für Archäologie in Herne.

Entwicklung im 20. Jahrhundert:

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Im Jahr 1908 erfolgte der Anschluss an das Stromnetz und 1911 wurde ein eigener Friedhof eingerichtet.

Der Plan von Karl-Josef Freiherr von Wendt, mit dem Sauerland-Ring eine internationale Rennstrecke zu bauen, scheiterte am Einspruch der Landesregierung.

Stattdessen begann von Wendt mit dem Ausbau der touristischen Infrastruktur. Dazu gehörte 1972 insbesondere die Gründung des Freizeitparkes Fort Fun, dessen Gelände bis zur kommunalen Neugliederung zu Gevelinghausen gehörte. Am 1. Januar 1975 wurde der Ort nach Olsberg eingemeindet.

Nach dem Jahr 1985 wurde nach Insolvenz des Freiherrn von Wendt das Schloss umgebaut und teils in ein Hotel und teilweise in eine Akademie für Arbeitsschutz umgewandelt.

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Einrichtungen:

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Im Ort existieren ein Heimatmuseum des örtlichen Heimatvereins und ein privates Afrikamuseum.

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Quellen:

Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817 – 1967. Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.

Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.

aus Wikipedia, die freie Enzyklopädie

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